Kurz gesagt: Für erste Versuche oder rein private Projekte reichen Website-Baukästen. Für alles, was Ihrem Unternehmen echten Nutzen bringen soll – mehr Anfragen, bessere Google-Sichtbarkeit, ein professioneller Auftritt – lohnt sich eine professionell erstellte Website. Der Zeitaufwand und die versteckten Kosten beim Selberbauen werden von den meisten Unternehmern deutlich unterschätzt. Hier erfahren Sie, warum – und wann welche Lösung die richtige ist.
Was bedeutet „Website selbst bauen" heute?
Wer heute von „Website selbst bauen" spricht, meint in der Regel einen der bekannten Website-Baukästen: Wix, Squarespace, Jimdo oder – für Shops – Shopify. Diese Tools bieten vorgefertigte Designs, mit denen Sie per Drag-and-drop eine Seite zusammenstellen können. Technikkenntnisse sind kaum nötig, und online ist man vergleichsweise schnell.
Daneben gibt es noch WordPress – kein Baukasten, sondern ein Content-Management-System. Es ist kostenlos, verlangt aber, dass Sie sich selbst um Hosting, Sicherheit, Updates und die Pflege von Erweiterungen kümmern. WordPress ist mächtiger als Wix & Co., dafür aber deutlich aufwendiger in der Handhabung.
Baukästen: Was sie können – und wo sie an Grenzen stoßen
Für viele Zwecke sind Baukästen gut genug: ein Hobby-Blog, eine Ankündigungsseite für eine Veranstaltung, ein erstes digitales Visitenkartenprofil ohne Wachstumsziele. Aber für ein Unternehmen, das Kunden gewinnen will, zeigen sich schnell typische Schwachstellen:
- Eingeschränktes Design: Sie wählen aus vorgefertigten Vorlagen. Was darüber hinausgeht, ist aufwendig oder schlicht nicht möglich. Das Ergebnis sieht oft aus wie tausende andere Baukasten-Seiten.
- Schwache technische Grundlage: Viele Baukästen erzeugen aufgeblähten, langsamen Code – ein spürbarer Nachteil bei Google. Wichtige technische Einstellungen sind gesperrt oder nur eingeschränkt zugänglich.
- Laufende Kosten: Die „günstigen" Baukästen kosten mit vernünftigem Funktionsumfang schnell 15–30 € im Monat – dauerhaft. Kündigen Sie, ist die Seite weg.
- Unterschätzter Zeitaufwand: Selbst eine einfache Seite kostet mit Texten, Bildern und allen Design-Entscheidungen realistisch 20–40 Stunden. Zeit, die in Ihr Kerngeschäft investiert besser aufgehoben wäre.
- Keine individuellen Funktionen: Sobald Sie etwas Spezielles brauchen – ein Buchungssystem für Ihre konkreten Abläufe, einen konfigurierbaren Shop, spezifische Automatisierungen – stoßen Baukästen schnell an ihre Grenzen.

Was eine professionell erstellte Website besser macht
Eine professionell erstellte Website ist kein Luxus für Großunternehmen – sie ist die wirtschaftlichere Entscheidung für alle, die mit ihrer Website tatsächlich Kunden gewinnen wollen. Was Sie konkret bekommen:
- Individuelles Design: Ihre Seite sieht so aus wie Ihr Unternehmen – nicht wie eine x-beliebige Vorlage. Das schafft Vertrauen und hebt Sie von der Konkurrenz ab.
- Saubere, schnelle Technik: Professionell umgesetzte Seiten laden schneller und erfüllen die technischen Anforderungen, die Google für gute Rankings voraussetzt.
- Richtige Struktur von Anfang an: Texte und Seitenaufbau werden so angelegt, dass Google versteht, wofür Sie stehen – und Sie für die richtigen Suchanfragen findet. Mehr dazu unter SEO-Optimierung.
- Keine monatlichen Plattform-Gebühren: Sie zahlen einmalig für die Erstellung; Hosting und Domain bleiben dauerhaft günstig und überschaubar.
- Skalierbarkeit: Wächst Ihr Unternehmen, wächst die Website mit – ohne Plattformwechsel und ohne alles neu aufzubauen.

Der ehrliche Kostenvergleich
Auf den ersten Blick wirken Baukästen billiger. Auf den zweiten relativiert sich das schnell.
Nehmen wir an, Sie bauen eine einfache Unternehmenswebsite selbst:
- Lernzeit, Einrichtung, Designarbeit, Texte schreiben: realistisch 30–50 Stunden Ihrer Arbeitszeit
- Laufende Kosten des Baukastens: 15–25 €/Monat = 180–300 € jährlich
- Reine Cash-Kosten nach 3 Jahren: 540–900 €
Rechnen Sie Ihre eigene Stunde auch nur mit 30 € an, liegen Sie allein durch den Aufbau bei 900–1.500 € – in Ihrer investierten Zeit. Dazu kommen späteres Redesign, wenn das Template veraltet, und das nötige Nachlernen bei jedem technischen Problem.
Eine professionell erstellte Unternehmenswebsite liegt in der Anschaffung oft im ähnlichen Bereich – aber Sie bekommen dafür eine technisch saubere, individuelle Seite, ohne Ihren Kopf damit zu belasten. Was das bei Ihrem Vorhaben konkret bedeutet, erklärt mein Beitrag Was kostet eine Website?
Wann lohnt sich welche Lösung?
Eine ehrliche Empfehlung ohne Schönreden:
- Selbst bauen sinnvoll: Sie testen gerade erst eine Geschäftsidee, haben viel Zeit, sehr begrenztes Budget und kein unmittelbares Wachstumsziel. Dann ist ein Baukasten ein vertretbarer erster Schritt.
- Professionell erstellen lassen sinnvoll: Sie wollen echte Kunden gewinnen, bei Google sichtbar sein, sich vom Wettbewerb abheben – und Ihre Zeit lieber ins Kerngeschäft investieren statt in Website-Basteln. Das trifft auf die meisten Selbstständigen, Handwerksbetriebe und lokalen Unternehmen zu.
Wer einen Online-Shop plant, steht vor der gleichen Entscheidung. Warum dort eine professionelle Grundlage noch wichtiger ist, erklärt meine Seite zur Shop-Erstellung.
Häufige Fragen
Kann ich mit Wix oder Jimdo bei Google gut ranken?
Grundsätzlich ja – aber deutlich schwerer als mit einer technisch sauberen, professionell erstellten Website. Baukästen bringen oft zu viel Code mit, laden langsamer und bieten nur eingeschränkte technische Einstellmöglichkeiten. Kein Ausschlusskriterium, aber ein spürbarer Nachteil im Wettbewerb.
Ist WordPress ein guter Mittelweg zwischen Baukasten und Profi-Erstellung?
WordPress kann sehr viel – aber es ist kein Selbstläufer. Sie brauchen Hosting, müssen Updates und Sicherheits-Erweiterungen regelmäßig pflegen, und ein wirklich professionelles Ergebnis erfordert mehr Einarbeitung als die meisten Nutzer erwarten. In professionellen Händen exzellent, im Selbstbau oft unterschätzt.
Wie lange dauert es, eine Website professionell erstellen zu lassen?
Für eine typische Unternehmenswebsite rechnen Sie realistisch mit 2 bis 6 Wochen. Der entscheidende Faktor: Wie schnell liegen Texte und Bilder vor? Details dazu im Beitrag Wie lange dauert eine Website?
Muss ich nach der Erstellung selbst noch etwas tun?
Das kommt auf Ihre Ziele an. Wer regelmäßig neue Inhalte veröffentlicht, braucht gelegentlich Zugriff. Grundsätzlich läuft eine gut erstellte Website aber ohne ständigen Eingriff – technische Wartung lässt sich beauftragen oder, wenn gewünscht, selbst übernehmen.
Was passiert, wenn ich mit einem Baukasten starte und später wechseln will?
Ein Wechsel ist möglich, aber aufwendig: Inhalte lassen sich meist nicht automatisch übertragen, URLs ändern sich, und mühsam aufgebaute Google-Rankings können verloren gehen. Wer von Anfang an auf eine skalierbare Grundlage setzt, vermeidet diesen Umweg komplett.
Fazit
Website selbst bauen oder erstellen lassen – das ist keine reine Budgetfrage, sondern eine Frage der Zeit, der Ziele und des Ergebnisses. Wer eine Website für echtes Unternehmenswachstum braucht, fährt mit professioneller Erstellung langfristig besser: weniger Zeitaufwand, bessere Sichtbarkeit bei Google, ein Auftritt, der Kunden überzeugt. Wenn Sie unsicher sind, was für Ihre Situation das Richtige ist, sprechen Sie mich einfach an – ich schaue mir Ihr Vorhaben an und gebe eine ehrliche Einschätzung. Alle Details zur Umsetzung finden Sie auf der Seite zur Webseiten-Erstellung.